Immer ärmere Spanier, immer weniger Scheidungen
Lustiger Seitenaspekt der Krise: Die Zahl der Scheidungen in Spanien sinkt.
Im vergangenen Jahr habe es gut 110.000 Scheidungen gegeben, teilte das nationale Statistikinstitut in Madrid mit. Das waren 13,5 Prozent weniger als noch im Vor-Krisen-Jahr 2007.
Einleuchtender Grund: Die Spanier können sich die teure Scheidung einfach nicht mehr leisten. Oder rückt man in der Krise einfach enger zusammen und hat andere Probleme?
Die durchschnittliche Haltbarkeitsdauer der geschiedenen Ehen lag den Angaben zufolge bei 15,6 Jahren.
Spanien leidet mehr als viele andere Länder unter der weltweiten Wirtschaftskrise. Die Arbeitslosigkeit liegt inzwischen bei fast 18 Prozent, das ist mit Abstand der höchste Wert in der Europäischen Union (SAZ, AFP).

3. Oktober 2009 um 13:45 Uhr
bereits 2007 sind in Spanien die Scheidungen um -5,7% gegenüber 2006 gefallen. Die Spanier wussten also entweder bereits 2007, dass die krise kommt, oder das Ganze hat andere Gründe.
Richtig ist, dass es in Spanien seit der Einfúhrung der Express Scheidung, welche die Scheidung wesentlich vereinfacht hat, zu einem Rückgang gekommen ist.
Richtig ist auch, dass die spanische Krise mit der weltweiten Krise sehr wenig zu tun hat, sondern eine hausgemachte Krise ist.
Mit freundlichen Grüssen
Ralf Haschke