OECD sagt 20 Prozent Arbeitslosigkeit in Spanien voraus
Freitag, 18. September 2009Das wird bitter: Spanien wird Ende 2010 wohl rund 20 Prozent Arbeitslosigkeit haben. Das sagt die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) voraus.
Demnach müssen Deutschland, Spanien und viele andere Industrienationen wegen der schwersten Wirtschaftskrise der Nachkriegszeit mit dramatischen Folgen für den Arbeitsmarkt rechnen.
Im zweiten Halbjahr 2010 sei in den 30 OECD-Mitgliedsländern trotz positiver Konjunktursignale mit 57 Millionen Arbeitslosen zu rechnen, heißt es einem neuen Beschäftigungsausblick.
Dies entspreche einer Erwerbslosenquote von rund zehn Prozent. Bereits im Juni lag die OECD-Arbeitslosenquote bei 8,3 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit dem Zweiten Weltkrieg.
In Deutschland wird die Arbeitslosenquote nach OECD-Schätzung im vierten Quartal 2010 auf 11,8 Prozent steigen, die Arbeitslosenzahl auf rund 5 Millionen. Im Juni und Juli dieses Jahres lag die Quote noch bei 7,7 Prozent.
Das ist aber immer noch Gold im Vergleich zu Spanien. Dort erwarten die Experten eine Quote von 19,8 Prozent. Dahinter kommt Irland mit 15,1. In Japan werden nur 5,8 Prozent Arbeitslosigkeit erwartet. (SAZ, dpa).
