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Opel streicht 900 Jobs in Spanien

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Schlechte Nachricht für Spanien: In Saragossa werden 900 Stellen bei Opel gestrichen. Oder vielleicht doch nicht so schlecht, gemessen an den Erwartungen?

Für die Jahre 2009 und 2010 erwartet General Motorsin Europa noch tiefrote Zahlen mit einem operativen Gesamtverlust von über sechs Milliarden Dollar. In ganz Europa fallen bei Opel mehr als 8.000 Jobs weg.

Spanien verliert Opel-Jobs an Eisenach, 13.000 zittern

Mittwoch, 23. September 2009

Jetzt also doch: Spanien verliert Opel-Jobs an Deutschland, genauer gesagt an Eisenach. Wie viele, könnte sich am Montag klären. Die Spanier befürchten, dass sie mehr als 1.500 Arbeitsplätze verlieren werden. Aber rund 13.000 Menschen zittern, sie hängen indirekt von Opel ab.

Vor ersten Verhandlungen über den Stellenabbau bei Opel sickern konkretere Informationen über die Pläne des vorgesehenen neuen Besitzers Magna durch.

Von den deutschen Werken solle Bochum mit dem Abbau von 2.045 Jobs am härtesten betroffen sein, berichtete die “Welt am Sonntag” unter Berufung auf ranghohe Verhandlungskreise.

Am Montag seien in Rüsselsheim erste Gespräche über den geplanten Personalabbau angesetzt. Daran nähmen die Mitglieder des Steuerungskomitees des europäischen Betriebsrats von Opel/Vauxhall sowie die Arbeitsdirektoren und die Produktionsbereichsleiter von Magna und Opel teil, hieß es.

Am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim wolle Magna 1.817 Arbeitsplätze streichen, schrieb die Zeitung weiter. 1.100 Stellen davon entfielen auf die Verwaltung, der Rest auf die Produktion. Insgesamt sollen in Europa 10.560 Stellen wegfallen, davon 4.500 bei Opel in Deutschland.

Das Werk Eisenach bleibe von Stellenstreichungen verschont, da Produktionskapazitäten aus dem spanischen Saragossa nach Thüringen verlagert würden.

In Saragossa protestierten am Samstag mehrere tausend Menschen gegen den möglichen Stellenabbau in Spanien. Die Demonstranten forderten den Erhalt des Werkes im nahegelegenen Figueruelas und drohten mit einem Streik. Die Gewerkschaften befürchten, dass in Figueruelas rund 1.650 der insgesamt 7.500 Jobs gestrichen werden.

Die Gewerkschaften in Spanien hatten einen Verkauf von Opel an den belgischen Finanzinvestor RHJI befürwortet, weil dessen Pläne weniger Stellenstreichungen in ihrem Land vorsahen.

Nach ihren Angaben ist der spanische Opel-Standort, an dem die Modelle Corsa und Meriva montiert werden, der rentabelste und produktivste des Unternehmens in Europa.

Von dem Werk hängen indirekt weitere rund 13.000 Arbeitsplätze ab. Die spanische Regierung hatte im Streit um die Opel-Rettung Berlin scharf kritisiert und eine genaue Prüfung der deutschen Hilfen durch die EU-Kommission gefordert (SAZ, dpa).

Opel wird verkauft - und in Spanien haben tausende Angst

Freitag, 11. September 2009

Der vereinbarte Verkauf des Autobauers Opel an den Zulieferer Magna stößt in Spanien auf Kritik.

Die Gewerkschaften kündigten Proteste an, sollte es in dem Opel-Standort im nordostspanischen Figueruelas zu einem massiven Stellenabbau kommen.

In dem Werk nahe Saragossa gelten rund 1.650 der insgesamt 7.500 Jobs als gefährdet. Ein Sprecher der Gewerkschaft UGT kündigte nach Rundfunkberichten vom Freitag für diesen Fall “massiven Widerstand” an.

Die Gewerkschaften in Spanien hatten einen Verkauf von Opel an den belgischen Finanzinvestor RHJI befürwortet, weil dessen Pläne weniger Stellenstreichungen in ihrem Land vorsahen.

Der Vorsitzende des Betriebsrates in Figueruelas, José Juan Arcéiz, rief Magna auf, sich nach wirtschaftlichen und nicht nach politischen Gesichtspunkten zu richten. Das spanische Werk, wo die Modelle Corsa und Meriva montiert werden, sei das rentabelste und produktivste des Konzerns in Europa.

Die Zukunftspläne für Opel müssten dies berücksichtigen, forderte auch die spanische Wirtschaftsministerin Elena Salgado Elena Salgadon. Ihrer Ansicht nach sind die Arbeitsplätze in Figueruelas zumindest im Augenblick aber nicht in Gefahr (dpa).